HAARSYSTEM IM ALLTAG | ARIEL

Haarsystem im Alltag - erste Erfahrungen

In den letzten beiden Artikeln meiner Kolumne habe ich Euch meine Geschichte erzählt – von meiner Krebserkrankung, wie ich auf Hairsystems Heydecke gestoßen bin und wie ich meine Transformation erlebt habe. Heute soll es um die erste Zeit mit Haarsystem gehen und meine Erfahrungen mit dem Haarsystem im Alltag. Denn: Ein vom Profi angebrachtes und frisiertes Haarsystem ist die eine Sache. Aber wie sieht es aus, wenn man hinsichtlich Haarsystem Pflege und Styling im Alltag auf sich allein gestellt ist? Und hält das Haarsystem auch den kritischen Augen des Umfelds stand? Ich habe den Test gemacht und für euch einige Situationen ganz genau unter die Lupe genommen.

RAUS AUS DEM STUDIO, REIN INS LEBEN

Nach einer Transformation bei Heydecke fühlte ich mich zuerst ein bisschen seltsam. Da war nun etwas auf meinem Kopf, was da normalerweise nicht hingehört. Sicherlich kennt jeder von euch das Frisch-vom-Friseur-Gefühl; Jedes Schaufenster, jede Spiegelung in Auto- und U-Bahn-Fenstern war meine. Ich freute mich, wollte aber mit jedem Blick auch überprüfen, ob alles saß, wo es sitzen sollte. In meinem Kopf drehten sich Fragen wie: Haarsystem im Alltag – sieht man das ich ein Haarsystem trage? Starren mich die Leute gerade an, weil sie denken: „Der Mann trägt eine Perücke“? Ich würde im Boden versinken, wenn ich wie im Märchen „des Kaisers neue Kleider“ vorgeführt würde und man lachend mit dem Finger auf mich zeigte. Aber die Unsicherheit verflog mit dem ersten freundlichen Lächeln eines Passanten, der mir auf der Straße entgegenkam und fühlte sich beinah lächerlich an, als ich zurück in meinem Hotelzimmer den ersten Video-Anruf mit einem Freund tätigte. Seine Reaktion, als er mich sah:

„Oh mein Gott (– Stille –) Siehst du geil aus!“

SELBST- UND FREMDWAHRNEHMUNG

Den Abend im Hotel verbrachte ich mit meiner Handykamera und posierte vorm Badezimmerspiegel, vorm Fenster, in der Dusche, im Bett, im Frühstücksraum und im Fahrstuhl. Eigentlich ging es so weiter, bis ich wieder zu Hause in Köln angekommen war. Die anfängliche Skepsis war einer narzisstischen Euphorie gewichen. Ich konnte einfach nicht glauben, wie realistisch das Ganze aussah. Dennoch wusste ich: Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sind zwei paar Schuhe und erst, wenn die kritischen Augen von Familie und Freunden das Haarsystem abgesegnet hatten, würde ich mich meiner Freude komplett hingeben können.

Um meinen kleinen Test nicht zu verfälschen, hatte ich bis auf zwei Personen in meinem näheren Umfeld niemandem von meinem Plan erzählt und ließ es darauf ankommen, ob ihnen das Haarsystem beim nächsten Treffen auffallen würde. Zeitweilen war ich sogar ein wenig enttäuscht, weil ich als erstes gefragt wurde, ob ich einen kosmetischen Eingriff habe machen lassen. Und die, die mich am längsten kennen, hatten den Braten eh schon gerochen. Sie waren es auch, die sich dann besonders kritisch mit meinem neuen „Accessoire“ auseinandersetzen und mir bestätigten, dass sie „niemals im Leben etwas bemerkt“ hätten, weil es so natürlich aussah. Ihre Meinung war mir extrem wichtig und ich fühlte mich nochmals in meiner Entscheidung bestärkt: Das Haarsystem und ich, wir sind ein Match!

UNTER ARGUSAUGEN:
SHERLOCK GREITH MACHT DEN SELBST-TEST

Ich geb‘s zu: Ich bin ein ziemlicher Pedant. Deshalb habe ich mir meine neue Haarpracht im eigenen Badezimmer ganz genau angesehen. Ich kämmte das Haar aus dem Gesicht und fokussierte zuallererst den Haaransatz. Schien der Kleber durch? Löste sich die Frontlace nach dem ersten Schwitzen schon etwas? Sah man irgendwo weiße Stellen durchscheinen? Ist das kämmen wirklich so easy? Bis hierhin war noch alles perfekt. Das Haarsystem war wunderbar verklebt, ließ sich geschmeidig bürsten und auch der Haaransatz wirkte sowohl bei flüchtigem Hinschauen als auch bei intensivem Draufstarren äußerst natürlich. Also, wo war der Haken? Ich sollte ihn kennenlernen. Bei der ersten Haarwäsche.

DER ERSTE (SCHON-)WASCHGANG

Bekomme ich es zu Hause im Alltag genauso hin, wie der Profi? Mit der ersten Wäsche meines Haarsystems stand ich als Haarsystem-Neuling vor meiner ersten großen Herausforderung.
Im Kopf ging ich noch einmal alle Schritte durch, die mir bei Heydecke im Studio erklärt wurden und stieg dann wagemutig und bewaffnet mit natureLine® Daily Shampoo und natureLine® Daily Conditioner in die heimische Dusche.
Unter der Dusche setze ich akribisch alle Schritte um und ging dabei vor, wie bei der Restauration eines Renaissance-Gemäldes. Jeder Zentimeter wurde abgetastet, jede Strähne einzeln behandelt. Soweit so gut, auch das anschließende Trockentupfen des Haarsystems und das Föhnen klappten ohne Probleme. Beim Styling jedoch kollidierte zum ersten Mal mein Perfektionismus mit der Realität. Unter Einsatz von mindestens einer Tonne Haarspray versuchte ich sehr lange und sehr angestrengt, das Salon-Ergebnis zu rekonstruieren, bis ich schließlich halbwegs zufrieden war. Nur, um kurz danach in Panik zu verfallen, weil ich feststellte, dass sich der Kleber der Frontlace durch das Duschen an manchen Stellen leicht gelöst hatte. Hilfe! Wie würde das wohl erst beim ersten Mal Haarsystemwechsel werden?

DAS ERSTE KLEBEN DER FRONT
(UND ANDERER DINGE)

Ich rief die Erinnerung an die Schulung bei Heydecke ab. Wie war das noch? Erst mit einem weißen Kajal eine Markierung an der Lace-Linie setzen, anschließend mit ein paar Tropfen Flüssigkleber und einem Schwämmchen einen dünnen Film auftragen. Zwei- bis dreimal wiederholen, danach die Lace sanft auf den Kleber legen und mit einem Stielkamm festdrücken.

Frei nach dem Motto „viel hilft viel“ (mehr Kleber heißt mehr Halt und Stabilität?) trug ich ganze 6 Schichten Kleber auf und bemerkte dabei nicht, dass auch etwas auf meinem Hals, den Fingern und dem Fußboden landete. Besonders ungünstig war dann, dass ich mir ein Handtuch um die Schultern gelegt hatte, das während der Einwirkzeit mit meinem Hals verschmolz. Dasselbe passierte mir zeitgleich mit meinen Fingern und dem Schwämmchen. Das Ergebnis: Ich hatte zwar ein perfekt sitzendes Haarteil, aber auch ein Make-Up-Schwämmchen und ein Frottee-Handtuch an mir festgeklebt. #YOLO

Ein Tipp von mir für alle Haarsystem im Alltag-Träger: Lass Dir am Anfang für diese Prozesse etwas mehr Zeit. Die Dosierung des Flüssigklebers für die Lace-Front ist eine Erprobungssache und wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch im Umgang mit dem Haarsystem: Übung macht den Meister. Weder mit viel noch mit wenig Geschick kannst Du alles sofort umsetzen. Mach Dir also bitte keinen Stress, denn kleine Fehler passieren. Meiner Erfahrung nach pendelt sich das aber sehr schnell ein. Letztendlich ist nicht der Weg das Ziel, sondern das Ergebnis die volle Belohnung für Deine Mühen. Und: Nicht die Handhabung im Alltag ist die Hürde, sondern die eigene Unsicherheit. Also trau Dich – das Haarsystem hat Potenzial zur Wunderwaffe!

Der Heydecke Profitipp:

„Um ein perfektes Ergebnis für den Haaransatz zu bekommen ist der richtige Kleber entscheidend. Dazu benötigt es Eurerseits ein bisschen Experimentierfreudigkeit. Faktoren wie die Beschaffenheit die persönliche Neigung zur Schweißbildung sind dabei ebenfalls zu beachten. Auch die Dichte des Klebers. Hier gilt: Je dünner der Kleber, desto schwächer ist er – aber umso natürlicher sieht er aus. Je dicker, desto mehr Halt verspricht er, aber wird im Zweifel eben auch sichtbarer. Lasst Euch dazu gerne von uns im Salon beraten und eine individuelle Lösung für Euer Haarsystem suchen!“

 

… UND WIE GEHT’S WEITER?

Seid ihr neugierig geworden und denkt selbst über ein Haarsystem nach? Habt auch ihr unter Haarverlust zu leiden und sucht nach einer idealen Lösung? Dann schaut Euch Ariels Transformation oder die vielen anderen Verwandlungen auf unserem YouTube-Kanal an! Und Ariel meldet sich bald wieder mit einem neuen Beitrag zu Wort. Als nächstes mit: „Der erste Haarsystem Wechsel.“ Seid gespannt!

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